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Welche Apotheke führt Antigen-Schnelltests durch?

Ausgangssperre

ABDA

Covid-19-Schutzimpfung

ABDA

Apotheke / Arbeitsschutz - Risikomanagement

 

Zentrale Beschaffung von Arzneimitteln

Bundesbehördlich abgestimmtes Verfahren für im Auftrag des BMG zentral beschaffte Arzneimittel zur CoVID-19 Therapie (dreiseitig), inklusive Kontaktmöglichkeit mit niedersächsischen sich zu bevorratenden Krankenhausapotheken.


Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

FAQ

Robert-Koch-Institut

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

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Corona-Pandemie

Hier finden Sie alle Informationen zu Corona auf einen Blick.

Bitte schauen Sie regelmäßig auf diese Seite. Die Dateien werden laufend ergänzt. Darüber hinaus können sich auch die FAQ entsprechend der aktuellen Sachlage ändern. Rufen Sie bitte auch Fragen auf, die Sie bereits gelesen haben, gegenbenenfalls sind die Antworten aktualisiert.  

Sollten Sie Fragen haben, dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail.

KONTAKT:

FAQ

In der folgenden FAQ-Liste haben wir Ihre Fragen aufgegriffen. Diese Übersicht wird aktualisiert und erweitert.

Covid-19-Zertifikate

Handlungshilfe zur nachträglichen Erstellung der COVID-19-Zertifikate durch Apotheker*innen

Leitfaden für die Apotheke: Handlungsempfehlung für die Abrechnung des COVID-19 Impfzertifikates

Versorgung der Vertrags-, Betriebs- und Privatärzte mit COVID-19-Schutzimpfstoffen / Rekonstitution

Versorgung der Vertrags- und Privatärzt*innen mit COVID-19-Impfstoffen

Schwerpunkt - Bestellung: Dienstag, 7. September 2021 (36. KW), Auslieferung: Montag, 20. September 2021 (38. KW)

BAK-Arbeitshilfe

Bestellung der COVID-19-Impfstoffe für Vertrags- und Privatärzt*innen beim pharmazeutischen Großhandel in KW 36 für die Impfungen in KW 38

BAK-Arbeitshilfe

Bestellung der COVID-19-Impfstoffe für Betriebsärzt*innen beim pharmazeutischen Großhandel in KW 36 für die Impfungen in KW 38

Versorgung der Betriebsärzt*innen mit COVID-19-Impfstoffen

Schwerpunkt - Bestellung: Mittwoch, 8. September 2021 (36. KW), Auslieferung: Montag, 20. September 2021 (38. KW)

Versorgung mit COVID-19-Impfstoffen

Fachinformation Janssen®

Allgemeinverfügung zur Sicherstellung der flächendeckenden Verteilung von Impfstoffen gegen COVID-19 an Arztpraxen und Betriebsärztinnen und Betriebsärzte

Allgemeinverfügung zur Sicherstellung der flächendeckenden Verteilung von Impfstoffen gegen COVID-19 an Arztpraxen

Covid-19-Impfstoffvergleich

BAK-Arbeitshilfe

Begleitdokumentation COVID-19-Impfstoffe

Arbeitshilfe der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung

Impfstoffe Taxierung Betriebsärzte

Fachinformation Vaxzevria®

BAK-Arbeitshilfe

Umgang mit dem COVID-19-Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca in der Apotheke

BAK-Arbeitshilfe

Umgang mit COVID-19-Vaccine Janssen in der Apotheke

Arbeitshilfe der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung

Kostenlose Web-Seminare von BioNTech für Apotheker zu Comirnaty® und seine Wirkweise

Nach derzeitigem Stand werden in den nächsten Wochen jeweils steigende Mengen Comirnaty® von BioNTech in den niedergelassenen Bereich ausgeliefert. Daher ist ‒ auch wenn in den Apotheken nicht geimpft werden darf ‒ auch mit vermehrten Nachfragen über diesen Impfstoff in den Apotheken zu rechnen.

Nicht zuletzt aufgrund der sehr positiven Resonanz auf Web-Seminar-Angebote von BioNTech für pharmazeutische Mitarbeiter in den Impfzentren, bietet BioNTech kurzfristig kostenlose Web-Seminare für Apotheker in öffentlichen Apotheken im April und Mai an.

Das Angebot umfasst Themen, wie der Umgang mit Comirnaty® in der Apotheke, Wirkweise der SARS-CoV-2-Impfstoffe auf mRNA-Basis sowie Impfberatung und Patientenkommunikation. Einige Web-Seminare sind aufgrund der Bestimmungen des Heilmittelwerbegesetzes nur für Apotheker zugänglich. Die anderen können auch von nicht approbiertem pharmazeutischem Personal gebucht werden.

  • Nähere Informationen und die Online-Anmeldung finden Sie hier.


 

Kurzanleitung zur Rekonstitution von Comirnaty®

Apothekerkammer

BAK-Arbeitshilfe

Umgang mit Comirnaty® Impfstoff (BioNTech) in der Apotheke

Vialhalter für Covid-19-Impfstoff Comirnaty®

Aus dem 3D-Drucker

Der Impfstoffhalter trägt zur Arzneimitteltherapiesicherheit bei der Impfung bei, da er

  • Schutz gegen Umfallen (und Wegrollen oder vom Tisch rollen) gibt, was durch die Erschütterung zu einem Verwurf von 6 Dosen führt
  • die Bördelkappe des Impfstoffvials sicher greifbar lässt
  • in beliebiger Signalfarbe druckbar ist
  • desinfizierbar ist.

Dieser Vialhalter kann einfach hergestellt und in ein paar Stunden gedruckt werden (siehe folgende Tabelle).

Das virtuelle 3D-Modell (STL File) kann im Internet heruntergeladen werden.

Zusätzlich stehen auch fertige GCodes (Bauanweisungen) in zwei Varianten zur Verfügung (normal und ausreichend):

Kategorie Version Normal Version Rough
Gewicht 64 g 67 g
Druckdauer 300 Minuten 180 Minuten
Qualität Gut; Ironing und Zhops an Mittel; leichtes Stringing zu erwarten
Geschwindigkeit 60 mm/s 100 mm/s
Material PLA PLA

Die zwei fertigen GCodes sind in Marlin Flavour erstellt worden und sollten nur mit kompatiblen Druckern verwendet werden. Die Cura Projekte oder das STL Object File können benutzt werden, um einen eigenen GCode mit veränderten Konfigurationen zu erstellen. Wichtig: Die horizontal expansion muss auf –1 mm eingestellt sein, damit die Vials in die Löcher passen! Die zwei Project Files können hierbei als Orientierung für mögliche Einstellungen dienen.

Sie können die beiden GCODE Files plus Datentabelle und die zugehörigen Cura Projekte zum Slicen in anderen Daten-Formaten – sowie das STL File – auch in der Dropbox finden.
 

Zur Verfügung gestellt von Daniel Schicksnus

Antigentests

Durchführung von PoC-Antigentests auf SARS-CoV-2 sowie PCR-Abstrichnahme in Apotheken

Auseinzeln von SARS-CoV-2-Laientests

Bei den PoC-Antigenschnelltests handelt es sich um In-vitro-Diagnostika, die bislang nur aufgrund einer Sonderzulassung des BfArM verkehrsfähig sind. Diese ist an Auflagen geknüpft. Regelmäßig ist eine Auflage enthalten, dass die Tests aus Großpackungen durch einen Vertreiber, also auch die Apotheke, nicht vereinzelt und separat an den Endverbraucher abgegeben werden dürfen. Es gilt also für die Vertreiber ein sogenanntes Vereinzelungsverbot. Eine Ausnahmeregelung am Vorbild der SARS-CoV-2 Arzneimittelversorgungsverordnung gibt es nicht.

Abgabe/Anwendung von COVID-19-Schnelltests in Apotheken

In-vitro-Diagnostika zum direkten oder indirekten Nachweis eines Krankheitserregers für die Feststellung einer in § 24 Abs. 1 IfSG genannten Krankheit dürfen nur an den in § 3 Abs. 4 Satz 1 Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) abschließend genannten Personenkreis abgegeben werden.

Für die Dauer der epidemischen Lage von nationaler Tragweite dürfen In-vitro-Diagnostika zur Feststellung eines Krankheitserregers abweichend von § 3 Absatz 4 der MPAV auch an die in § 3 Abs. 4 a MPAV genannten Einrichtungen abgegeben werden. Hierzu zählen unter anderem Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Schulen und sonstige Ausbildungseinrichtungen, Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte, Heime, Obdachlosen- und Asylbewerberheime.

Mit der Vierten Verordnung zur Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung können seit dem 16. März 2021 Corona-Schnelltests auch an Arbeitgeber abgegeben werden, damit diese ihren Mitarbeitern Testungen anbieten können. Bezugsberechtigte Arbeitgeber sind natürliche und juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten, arbeitnehmerähnliche Personen im Sinne des § 5 Abs. 1 des Arbeitsgerichtsgesetzes, ausgenommen die in Heimarbeit Beschäftigten und die ihnen Gleichgestellten, Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten oder die in Werkstätten für Behinderte Beschäftigten beschäftigen (§ 2 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 ArbSchG).

Zudem dürfen seit dem 3. Februar 2021 Antigen-Schnelltests, die für die Eigenanwendung zugelassen sind, an Laien abgegeben werden.

Apotheker und pharmazeutisches Personal dürfen nach Einweisung PoC-Antigentests in den Apotheken durchführen.

 

Muss man die Kammer benachrichtigen? Ist ein Testen außerhalb der Betriebsräume, z.B. Testen im Zelt vor der Apotheke oder auf dem Parkplatz oder anderen Möglichkeiten denkbar?

Generell sieht es die Apothekenaufsicht als zulässig, auch externe Räume zur Durchführung von Schnelltests zu nutzen (bspw. Zelt oder Container auf Parkplatz/Grundstück). Diese Nutzung ist der Apothekenaufsicht anzuzeigen.

Wie läuft das mit den kostenlosen Tests: Müssen die Apotheken beauftragt werden oder gilt das für alle Apotheken in Niedersachsen?

Ja. Als weitere Leistungserbringer kann der öffentliche Gesundheitsdienst im Sinne von Satz 1 Nummer 2 insbesondere Ärzte, Zahnärzte, ärztlich oder zahnärztlich geführte Einrichtungen, medizinische Labore, Apotheken sowie für die Testung nach §§ 4a und 4b auch Rettungs- und Hilfsorganisationen und weitere Anbieter, die eine ordnungsgemäße Durchführung garantieren, beauftragen.

Werden testende Apotheke in der Impfpriorisierung hochgestuft?

Laut der Coronavirus-Impfverordnung sind Apotheken in der Gruppe 3. Nach Austausch der Apothekerkammer Niedersachsen mit dem Sozialministerium, sind testende Apotheken, die direkten Kontakt zu möglichen Infizierten haben könnten, in Gruppe 2 hochgestuft worden. Diese Priorisierung gilt nur nur für testende Apotheken.

Welche Mindestbedingungen sind an eine mögliche Testung in der Beratungskabine oder den Offizien geknüpft?

Die Durchführung von PoC-Antigentests durch nichtärztliche Personen ist zulässig, sofern die Vorgaben der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) eingehalten werden. Dies bedeutet insbesondere, dass die anwendenden Personen die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung haben müssen (§ 4 Abs. 2 MPBetreibV). Hiervon ist bei Apothekerinnen und Apothekern sowie dem übrigen pharmazeutischen Apothekenpersonal auszugehen. Darüber hinaus müssen die anwendenden Personen gemäß § 4 Abs. 3 MPBetreibV eine Einweisung in die ordnungsgemäße Handhabung des Medizinproduktes erhalten haben. Erforderlich ist eine kurze praktische Übung der korrekten Abstrichnahme unter fachkundiger Anleitung, die aber nicht zwingend durch einen Arzt erfolgen muss, sondern z. B. auch durch ihrerseits entsprechend fachkundig eingewiesene Personen.

Eine Teilnahme an speziellen Seminaren oder besondere Formvorgaben an den Schulungsnachweis sind demnach nicht gefordert. Natürlich werden inzwischen von diversen Anbietern entsprechende Schulungsseminare angeboten. Auch die Apothekerkammer bietet zur Unterstützung der testenden Apotheken im März 2021 zwei Webinare an.

Wie und durch wen sich und Mitarbeiter hinsichtlich der Durchführung von Corona-Tests schulen lassen, liegt in der Entscheidung und Verantwortung des Apothekenleiters.

Hinweise zu Antigentests auf SARS-CoV-2 zur Eigenanwendung durch Laien

Durch die Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) am 2. Februar 2021 wurden In-vitro-Diagnostika für die Eigenanwendung, die für den direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 bestimmt sind, von der Abgabebeschränkung ausgenommen. Gemäß § 3 Abs. 4 MPAV in Verbindung mit Anlage 3 dürfen diese Antigentests zur Eigenanwendung (Laientests) an Laien abgegeben werden.

Die ABDA hat ein Dokument mit Hinweisen zur Verkehrsfähigkeit der Laientests, zu Möglichkeiten und Grenzen und zur Abgabe dieser Tests in der Apotheke erstellt.

Welche räumlichen Vorgaben werden von der Kammer gemacht?

Apothekenrechtlich gibt es keine Vorgaben. Die Bundesapothekerkammer hat dazu Empfehlungen veröffentlicht- siehe dazu die Dateien in den FAQ. Im Sinne des Infektionsschutzes von Patienten und Kunden sowie des eigenen Apothekenpersonals, muss in der Apotheke darauf geachtet werden, dass die zu testenden Personen nicht mit anderen in Kontakt kommen. Dies kann beispielsweise durch getrennte Zugänge zu gesonderten Räumlichkeiten in der Apotheke gewährleistet werden oder auch dadurch, dass die Apotheke gesonderte Öffnungszeiten für die Durchführung der Tests anbietet.

Was für konkretisierte Auflagen/Vorgaben gibt es?

Siehe dazu die FAQ und BAK-Arbeitshilfen auf der ABDA-Website oder hier in der rechten Infospalte.

Empfehlungen der Bundesapothekerkammer zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Biostoffen

Hygieneplan für die Durchführung von PoC-Antigentests auf SARS-CoV-2 in der Apotheke sowie für die Abstrichnahme für PCR-Tests

Empfehlungen der Bundesapothekerkammer zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Biostoffen

Formulare nach BioStoffV für die Durchführung der PoC-Antigentests auf SARS-CoV-2 in der Apotheke sowie für die Abstrichnahme für PCR-Tests

Empfehlungen der Bundesapothekerkammer zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Biostoffen

Informationen zum Arbeitsschutz bei der Durchführung der PoC-Antigentests auf SARS-CoV-2 in der Apotheke sowie bei der Abstrichnahme für PCR-Tests

Empfehlungen der Bundesapothekerkammer zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Biostoffen

Standards für die Durchführung der PoC-Antigentests auf SARS-CoV-2 in der Apotheke sowie für die Abstrichnahme für PCR-Tests

Kann die Apotheke einen PCR-Test durchführen?

Laut der Coronavirus-Testverordnung dürfen Apotheken nach einem posiviten PoC-Test anschließend einen PCR durchführen.

Darf dafür extra jemand eingestellt werden, z.B. kein pharmazeutisches Personal?

Ja. Die Durchführung von PoC-Antigentests durch nichtärztliche Personen ist zulässig, sofern die Vorgaben der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) eingehalten werden. Dies bedeutet insbesondere, dass die anwendenden Personen die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung haben müssen (§ 4 Abs. 2 MPBetreibV). Hiervon ist bei Apothe-kerinnen und Apothekern sowie dem übrigen pharmazeutischen Apothekenpersonal auszuge-hen, übriges Personal muss ggf. entsprechend geschult werden.

Kostenlose Bürgertests auch für Arbeitgeber?

Das Angebot der kostenlosen Durchführung von Schnelltests, sogenannte Bürgertests, gelten nur für Bürger und nach Beauftragung durch Dritte oder durch den LAV-Rahmenvertrag mit dem Land Niedersachsen.

Arbeitgeber, die in ihren Unternehmen Schnelltests durchführen lassen möchten, müssen mit den Apotheken entsprechende Individualverträge abschließen. Hier greifen die kostenlosen Bürgertests nicht.

Was ist wenn die Apotheke die entsprechende Packungseinheit nicht vorrätig hat?

§ 4 Abs. 3 SchutzmV
Sofern in der Apotheke keine Packungseinheit mit der erforderlichen Anzahl an Schutzmasken verfügbar ist, ist die Apotheke zur Neuverpackung berechtigt. Die Schutzwirkung der Schutzmasken darf dabei aber nicht beeinträchtig werden.
Bei jeder Abgabe von Schutzmasken ist eine Anleitung des Herstellers der Schutzmaske beizufügen. Bei der Abgabe von Schutzmasken, die nach § 9 Absatz 3 der Medizinischer Bedarf Versorgungssicherstellungsverordnung verkehrsfähig sind, ist den anspruchsberechtigten Personen auf Verlangen eine Bestätigung von der örtlich zuständigen Marktüberwachungsbehörde auszuhändigen. In Niedersachsen sind dies jeweils die staatlichen Gewerbeaufsichtsämter.
 

Masken

Besteht für das Apothekenpersonal trotz Infektionsschutzmaßnahmen in der Apotheke – wie Plexiglas am HV-Tisch – zusätzlich eine Maskenpflicht?

Nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung besteht für alle Personen die Pflicht, in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, eine medizinische Maske zu tragen. Dazu zählen auch Apotheken. Der Begriff „Medizinische Maske“ umfasst sowohl Atemschutzmasken der Kategorie FFP2 und Masken mit mindestens gleichwertigem genormten Standard als auch OP-Masken.

Der Einsatz von Plexiglasscheiben wird in § 4 Absatz 2 Satz 3 der Verordnung (Hygienekonzept) geregelt: Das Hygienekonzept kann Regelungen und Maßnahmen enthalten, die den Verzicht auf eine Mund-Nasen-Bedeckung ermöglichen, zum Beispiel durch die Verwendung geeigneter physischer Barrieren aus Glas oder Plexiglas. Die oder der jeweils Verpflichtete hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung des Hygienekonzepts zu gewährleisten. Auf Verlangen der zuständigen Behörde hat die oder der Verpflichtete das Hygienekonzept vorzulegen und über dessen Umsetzung Auskunft zu erteilen. Darüber hinausgehende Pflichten zur Aufstellung von Hygieneplänen nach dem Infektionsschutzgesetz oder anderen Vorschriften bleiben unberührt.

Zusätzlich gelten die Arbeitsschutzbestimmungen, unter anderem auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung. Danach hat der Arbeitgeber auf Grundlage seiner Gefährdungsbeurteilung in einem Hygienekonzept die erforderlichen Maßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festzulegen und umzusetzen. Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass ein Schutz der Beschäftigten durch technische und organisatorische Schutzmaßnahmen nicht ausreichend ist, besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Derartige Bedingungen liegen z.B. dann vor, wenn insbesondere in Innenräumen der Mindestabstand von 1,50 m zwischen anwesenden Personen nicht eingehalten werden kann oder wenn bei gleichzeitiger Anwesenheit mehrerer Personen in Innenräumen eine ausreichende Lüftung nicht gegeben ist.


Bitte beachten Sie, dass kreisfreie Städte oder Landkreise darüberhinaus gehende Regelungen treffen können, an die sich die Apotheken halten müssen.

Wie viele Patienten/ Kunden dürfen sich in der Offizin aufhalten?

Gemäß der Niedersächsischen Corona-Verordnung vom 27. Juli 2021 ist neben der Durchführung von Maßnahmen nach dem erforderlichen Hygienekonzept sicherzustellen, dass bei einer Fläche von bis zu 800 Quadratmetern zehn Quadatmeter je anwesendem Patienten in der Offizin gewährleistet ist. Bei mehr als 800 Quadratmetern ist es ein Patient je 20 Quadratmetern.

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