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Bei Schlafmangel in der Apotheke beraten lassen

Schlafstörungen – wenn die Nacht zum Tag wird

Hannover, 04.11.2021 - Etwa 6 von 100 Menschen leiden unter Schlaflosigkeit. Das bedeutet, dass jeder Versuch einzuschlafen erfolglos bleibt. Kommt dies mehr als dreimal pro Woche wiederholt in einem Zeitraum von ein bis drei Monaten vor, sprechen Mediziner:innen von einer Insomnie. Auf die leichte Schulter sollte eine solche Insomnie nicht genommen werden, denn gesunder Schlaf ist lebenswichtig für den menschlichen Körper. Handelt es sich um die eine oder andere durchwachte Nacht, weiß die Apotheke vor Ort Rat. Stellt sich die Schlaflosigkeit allerdings als Dauerzustand ein, senden Körper und Psyche damit ein Alarmsignal. Betroffene sollten dann unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt  aufsuchen, rät die Apothekerkammer Niedersachsen.

Mangelnder Schlaf kann zu starken Beeinträchtigungen im Alltag führen, da die nächtliche Erholung fehlt. Langfristig haben Betroffene sogar ein höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Übergewicht, Diabetes, Depression und eine geschwächte Immunabwehr. Ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt kann Abhilfe schaffen. Mit Fragen wie zum Beispiel nach der Arbeitszeit, dem aktuellen Stresslevel, Alkoholkonsum oder möglichen Krankheiten kann dieser herausfinden, wo die Gründe für den Schlafmangel liegen. Dabei können die Ursachen nicht nur seelischer Natur, sondern auch organisch sein. Daher verordnen Ärzt:innen nicht selten einen Besuch im Schlaflabor, um Schlaf- und Wachzeiten zu erfassen. Auch Atemaussetzer, die sogenannte Schlafapnoe, können so festgestellt werden.

Apotheker:innen als erste Anlaufstelle bei Schlafstörungen
Bevor sich Betroffene für eine medikamentöse Therapie entscheiden, ist die Apothekerin oder der Apotheker vor Ort häufig die erste Anlaufstelle. Durch ihre jahrelange Erfahrung können sie oft schon mit kleinen Tipps helfen. So kann sich zum Beispiel der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke ab dem Mittag oder die Vermeidung schwerer Mahlzeiten vor dem Zubettgehen positiv auf das Schlafverhalten auswirken. Auch beruhigende Rituale zur Schlafenszeit können nicht nur bei Kindern wahre Wunder bewirken. Um abends gut ins Bett zu kommen, lohnt es sich außerdem, morgens immer zur gleichen Zeit aufzustehen und kleine Mittagsschläfchen zu vermeiden. Haben leichte Schlafstörungen keine organischen Ursachen, können diese auch unterstützend mit Präparaten aus Baldrian oder Hopfen behandelt werden. Die Einnahme sollte allerdings mit einem Apotheker oder einer Apothekerin besprochen werden.

Wann Betroffene auf eine medikamentöse Therapie zurückgreifen sollten
Im Allgemeinen sollten Betroffene ihre Medikation mit Apotheker:innen vor Ort besprechen. Eine Schlafstörung kann nämlich auch durch eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten verursacht werden. So kann eine Kombination von Blutdruck senkenden Präparaten oder die Einnahme bestimmter antriebssteigernder Antidepressiva oft zu einem nächtlichen Unruhegefühl führen. Sind Wechselwirkungen ausgeschlossen und eine medikamentöse Behandlung durch die Ärztin oder den Arzt bestätigt, kann eine ärztlich verordnete Therapie begonnen werden. Ein Therapieversuch mit pflanzlichen Arzneimitteln wie Baldrian oder Hopfen ist aufgrund der niedrigen Nebenwirkungsrate und jahrelanger Erfahrungsberichte verbunden mit den Tipps zur Schlafhygiene aus Sicht der Apotheker:innen ratsam.

Verschreibungspflichtige Benzodiazepin ähnliche Wirkstoffe oder andere verschreibungspflichtige schlaffördernde Wirkstoffe können kurzfristig die Schlafstörungen lindern. Über eine längere Einnahmedauer entscheidet die behandelnde Ärztin oder der Arzt. Patienten:innen sollten bei Unsicherheiten oder wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Medikation nicht wirkt, das Team aus der Apotheke vor Ort ansprechen. Dieses berät auch über Dosierungen, Einnahmezeitpunkte und Dauer der Einnahmen.

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.800 Mitglieder an. Die Apothekerin und der Apotheker sind fachlich unabhängige Heilberufler:innen. Die Gesetzgebende hat den selbstständigen Apotheker:innen die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwerben die Studierenden Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhalten die Apotheker:innen eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung können sie eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist:innen für Gesundheit und Prävention beraten die Apotheker:innen kompetent und unabhängig. Apotheker:innen begleiten Patient:innen fachlich, unterstützen menschlich und helfen so, die Therapie im Alltag umzusetzen.

Pressekontakt der Apothekerkammer Niedersachsen:
AzetPR
Andrea Zaszczynski
Wrangelstraße 111, 20253 Hamburg
Telefon: 040 / 41 32 700
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