Abgeschlossenes Studium der Pharmazie außerhalb der EU oder des europäischen Wirtschaftsraumes

Sie haben ein Studium der Pharmazie in einem Staat abgeschlossen, der kein Mitgliedstaat der EU oder des europäischen Wirtschaftsraumes ist. Ihre Ausbildung berechtigt Sie jedoch im Herkunftsland zur Ausübung des Apothekerberufes, also auch zur eigenverantwortlichen Leitung einer Apotheke?

Sie sind nicht im Besitz einer deutschen Staatsangehörigkeit oder einer Staatsangehörigkeit eines EU-Staates? Sollten Sie im Besitz einer der genannten Staatsangehörigkeiten sein, Sie aber Ihr Pharmaziestudium in einem Drittland absolviert haben, lesen Sie bitte in diesem Menüpunkt weiter.

Sie haben zwar in Deutschland oder in einem der EU zugehörigen Staat Pharmazie studiert und wären aufgrund Ihrer Ausbildung berechtigt, den Apothekerberuf auszuüben. Sie sind jedoch nicht Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Europäischen Wirtschaftsraumes?

Sie können bereits Deutschkenntnisse der Niveaustufe B2 nach dem europäischen Referenzrahmen nachweisen? Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise zur Erforderlichkeit der Fachsprachenprüfung.

Sie möchten den Beruf des Apothekers in Niedersachsen ausüben?

Dann könnte für Sie die Ausstellung einer Berufserlaubnis in Frage kommen.

Zu den fachlichen Voraussetzungen gehört, dass Sie in einem Nicht-EU-Land ein Studium der Pharmazie abgeschlossen haben, das sie berechtigt, im Herkunftsland uneingeschränkt den Beruf des Apothekers auszuüben. Die Ausbildung muss gleichwertig mit der eines Apothekers in der Bundesrepublik Deutschland sein.

Zum Nachweis sind alle das Studium betreffenden Unterlagen, Diplome und gegebenenfalls Arbeitsbuch als amtlich beglaubigte Kopien in Originalsprache sowie durch einen amtlich vereidigten Übersetzer in deutscher Sprache, einzureichen. Anhand der Unterlagen ist zu prüfen, ob eine im Herkunftsland abgeschlossene Ausbildung zum Apotheker vorliegt. Dazu werden die Unterlagen an die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen in Bonn, mit der Bitte um Mitprüfung, gesandt.

In der Regel ist der Nachweis über die Gleichwertigkeit der Ausbildung durch eine Prüfung zu erbringen, die sich auf den Inhalt der pharmazeutischen staatlichen Abschlussprüfung in Deutschland erstreckt, also auf die Fächer Pharmazeutische Praxis und Rechtsgebiete für Apotheker.

Die Teilnahme an der Prüfung ist kostenpflichtig und es fallen Gebühren in Höhe von 350,- € an.

Zur Vorbereitung auf diese Prüfung empfehlen wir Ihnen, ein einjähriges Praktikum in einer öffentlichen Apotheke sowie einmalig an den begleitenden Unterrichtsveranstaltungen für Pharmazeuten im Praktikum hier im Hause teilzunehmen.

Für die Durchführung des Praktikums benötigen Sie eine Berufserlaubnis, die Sie berechtigt, unter Aufsicht eines approbierten Apothekers pharmazeutische Tätigkeiten in einer Apotheke auszuüben.

Neben den fachlichen Voraussetzungen, müssen die persönlichen Voraussetzungen nachgewiesen werden.

Um den Beruf des Apothekers in der Bundesrepublik Deutschland ausüben zu können, müssen Sie über die für den Beruf erforderlichen Deutschkenntnisse verfügen. Diese sind als ausreichend anzusehen, wenn Sie die erfolgreiche Teilnahme an der Fachsprachenprüfung nachweisen können.

Zur Ausübung des Apothekerberufes, hierzu zählt auch die Zeit des Praktikums, dürfen Sie nicht wegen eines körperlichen Gebrechens oder wegen einer Schwäche der geistigen oder körperlichen Kräfte oder wegen einer Sucht unfähig oder ungeeignet sein. Ein Nachweis hierüber ist durch das dem Antrag beizufügenden Gesundheitszeugnis zu erbringen. Die Bescheinigung kann durch Ihren Hausarzt ausgestellt werden.

Des Weiteren müssen Sie nachweisen, dass gegen Sie kein gerichtliches Strafverfahren oder berufsrechtliches Verfahren anhängig ist. In dem Antrag auf Ausstellung einer Berufserlaubnis zur Ausübung des Apothekerberufes ist eine entsprechende Erklärung enthalten. Zusätzlich beantragen Sie bitte bei der Gemeinde Ihres Wohnortes ein Führungszeugnis der Belegart 0. Dieses Führungszeugnis wird von der Behörde direkt an die Apothekerkammer Niedersachsen gesandt.

Eine Prüfung Ihrer Unterlagen erfolgt erst nach Vorlage aller erforderlichen Unterlagen. Wie lange die Gesamtdauer der Bearbeitung bis zur Entscheidung in Anspruch nimmt, kann nicht gesagt werden. Dies ist unter anderem davon abhängig, ob andere Stellen, wie die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen in Bonn, für die Beurteilung Ihrer Unterlagen in Anspruch genommen werden müssen.

Nach Bestehen der Gleichwertigkeitsprüfung können Sie die Approbation als Apotheker beantragen.